SIM800L GSM Modul

Das SIM800L ist ein recht günstiges und einfach anzusteuerndes GSM Modul. Empfindlich reagiert das Modul allerdings auf seine Spannungsversorgung. Hat man die Spannungsversorgung erstmal im Griff stehen einem alle Türen und Wege offen.

Bekannt ist, dass das Modul Peakströme von 2 A für ein paar µs ziehen kann und das wiederum bei einer ungepufferten Spannungsversorgung schnell zu Spannungseinbrüchen führen kann.

Spannungseinbruch

Die Spannungseinbrüche haben zur Folge, dass das Modul nicht korrekt arbeitet und sich wiederum nicht mit dem SIM Karten Provider verbindet. Ich habe anfangs die Spannungsversorgung auf die leichte Schulter genommen, da laut Datenblatt gesagt wird, dass das die Spannung nicht unter 3 V fallen darf. Sprich minimale Bestriebsspannung 3 V. Also wichtig ist das die Quelle 2 A liefern kann und der Ausgang ausreichend mit Kondensatoren gepuffert wird. Die Strippen zwischen Quelle und Modul sollten so kurz wie möglich gehalten werden.

Spannungsversorgung mit LM317T:

Für die ersten Test nutzte ich den LM317T, welcher mit einem Labornetzteil versorgt wurde. Der LM317T kann minimal 1,5 A und typischerweise 2,2 A liefern … ausreichend genug für das GSM Modul. Der Spannungsteiler wurde so dimensioniert, dass das Modul mit 4,1 V versorgt wird. Dazu muss die Eingangsspannung des LM317T mindestens 3 V größer sein, in meinem Fall 7,1 V. Bei 2 A wären das 6 W, wenn das GSM Modul dauerhaft 2 A ziehen wurde. Da nur pulshaft 2 A vom GSM Modul gezogen werden, fällt die Verlutsleistung am LM317T deutlich geringer aus. Ein Kühlkörper war nicht nötig.

Die Minimalbeschaltung zum Testen seht ihr hier:

Bei erfolgreicher Verbindung zum Provider blinkt die LED auf dem Modul in einem 3 s Rythmus. Für die ersten Test eignet sich ein USB/RS232 Konverter. Ich besitzen diesen USB/RS232 Konverter

Dieser Konverter hat den Vorteil, dass der Spannungslevel für die Rx, Tx Pins auf 3,3 V per Stiftleiste eingestellt werden kann. Wichtig ist den Konverter auf den 3,3V Betrieb einzustellen. Die Rx, Tx Pins des GSM Moduls müsst ihr 1:1 mit den Rx, Tx des RS232 Konverters verbinden. Anschließend noch eine GND-Verbindung zwischen GSM und Konverter herstellen. Die Versorgungsspannungspin Vcc des Konverters lasst ihr unbeschaltet. Um eine Verbindung zwischen GSM Modul und PC aufzubauen, wird noch ein Terminal benötigt. Ich nutze hierzu das Br@y++ Terminal. Mittels Gerätemanager von Windows ermittelt ihr den COM-Port des RS232 Konverters. Die Baudrate stellt ihr auf 115200 Baud.

Baudrate: 115200, 8N1

Sobald ihr „Connected“ habt, könnt ihr mittels dem Kommando „AT“ testen, ob eine erfolgreiche Verbindung hergestellt wurde. Ist dies der Fall, gibt das GSM Modul ein „OK“ zurück. Jeder Befehl muss mit einem 0x0D abgeschlossen werden:

AT$0D (im Br@y++ Terminal)

Mit den nachfolgenden Befehlen könnt ihr noch weitere wichtige Parameter abfragen:

[table th=“false“ tablesorter=“true“]
Spalte1,Spalte2,Spalte3
Spalte1,Spalte2,Spalte3
Spalte1,Spalte2,Spalte3
[/table]

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